Archiv für die Kategorie 'TV - Kritik'
Doch, schau dir den mal an! Sicher, du wirst ihn lieben!
G. erzählte mir vor ein paar Jahren, wie sie den Film „Was ist mit Bob?“ zusammen mit anderen Patienten sah.
Damals geriet ihr Leben aus den Fugen und sie suchte Rettung in der Psychiatrie.
Heute ist sie selbst Therapeutin.
Sie liebt ihn noch immer, diesen Film.
Und ich, … ich liebe ihn auch.
RTL 2 sendet ihn jetzt gleich um 20:15 Uhr.
Ich werde einen schönen Abend haben.
Ich mag Bob.
Oh, … was mit Bob ist, wollt ihr wissen?
Ach, … das wäre eine lange Geschichte.
Lasst ihn seine Geschichte selber erzählen…
Werdet Bobs Freund! Jetzt!
Gestern habe ich mir die Aufzeichnung von Once (Trailer in Englich und Deutsch) angeguckt, den 3Sat am Dienstag gegen CSI antreten ließ.
Ich wollte den live sehen und CSI aufnehmen … und nur einem versprochenen Telefonat mit der Gefährtin habe ich es zu verdanken, dass ich CSI live sah und den 3Sat-Film aufnahm. CSI war kürzer und das war der ausschlaggebende Grund für mich, Once aufzunehmen, weil wir hinterher noch kurz telefonieren wollten.
Nun habe ich ihn auf Video.
Weil ich es nicht mag, euch im Nachhinein mit den ganz großen Filmen verrückt zu machen, werde ich es lassen.
Nun werde ich also nicht darüber erzählen, dass es doch noch einen Grund gab, den Fernseher bisher nicht aus dem Fenster geworfen zu haben, … ich werde nicht darüber erzählen, dass ich – obwohl es eine Videoaufzeichnung war – NICHT aufs Klo gehen konnte während er lief, … ich werde nicht erwähnen, dass zwischenzeitlich mein Herz aussetzte, dass ich das Atmen vergas, dass ich mich verliebt habe während des Guckens, … ich werde nicht darüber reden, dass Gänsehaut mein Aggregatszustand beim Angucken des Films war… ich werde nicht darüber reden, dass diese 85 Minuten einen Zauber in meiner Seele hinterlassen haben, … werde auf keinem Fall darüber sprechen, dass meine Hände ständig nach dem Taschentuch greifen mussten, … werde auch nicht sagen, dass ich derartigen Musikzauber SO noch nie erlebt habe, … dass Melancholie in einer Stimme, … in einem Sound … SO noch nie eingefangen wurden, … und ganz gewiss werde ich nicht sagen, dass das Ende des Films so rein, so unschuldig, so… so gegen ALLER Erwartung war und noch im Bett nachwirkte, dass ich mich mit leicht feuchten Augen ins Traumland gleiten ließ…
Es ist das erste Mal seitdem ich blogge, dass ich mich fast geweigert hätte, einen Satz zu beenden!
Jenseits vom Blockbuster leben die ganz großen Gefühle:
Großartige Schauspieler, unfassbar schöne Musik, die Ausleuchtung der allerschönsten französischen Filme, eine Liebesgeschichte die keine Liebesgeschichte ist und es dann doch umso mehr wird… ein Film von Reinheit, vom Wissen zu wem und wohin man gehört… ein Film, den man noch als letztes vor seinem Tod sehen will.
Once verändert Herzen.
(Und eben erfahre ich noch, dass die beiden Hauptdarsteller, der 40-jährige Ire und die 22-jährige Tschechin, seit dem Ende der Dreharbeiten ein Paar sind. Alles Perfekt. Ein Film wie ein Wunder.)
12x gerumpelt | mitrumpeln?Eine der Sendungen, die ich gucke…
Ah, … ich fange noch mal von vorne an.
Eine der vielen Sendungen, die ich immer gerne gucke, ist SternTV.
Ich liebe dieses Format und mich interessieren nahezu alle Themen.
Auch an Günther Jauchs neue Brille habe ich mich inzwischen gewöhnt.
Und noch immer ist ein interner Rumpelhöhepunkt der Schluss.
Ihr müsst da echt mal drauf achten: Immer, wirklich immer faltet er bei der Abmoderation, einem Ritual gleich, seine kleinen Karteikärtchen zusammen.
Ich mag Rituale.
Ich mag, wenn der Günther das macht.
Irgendwie faltet er dadurch instinktiv meinen Tag zusammen und sagt mir, dass ich nun ins Bett gehen könne.
Doch gestern war etwas unruhig in mir.
Eines der Themen war die Computerspielsucht.
Und während ich den Film dazu angucke und mir hinterher das Gespräch anhöre, dachte ich nur: Wo kriegen die bloß immer diese Leute her?
Da zeigen sie im Film mehrere junge Leute, die mehr oder weniger spielsüchtig sind. Den Krassesten von allen haben sie ins Studio eingeladen.
Blöd nur wenn der Süchtige sich nicht an die Spielregeln hält und nun nicht mehr süchtig ist.
Schließlich wurde er gebucht als Interviewpartner im Bild, wie es offiziell heißt.
Im Film wurde sein Leben gezeigt: Der junge Mann kommt so gut wie nie aus der Wohnung, weil er nicht von seinem Laptop wegkommt, heißt es da. Und die Kamera begleitet ihn, während er auf einer Straßen entlangläuft. Die Erklärung des jungen Mannes: Einmal in der Woche (… oder waren es alle zwei Wochen? Weiß nicht mehr genau) sind dort für zwei Stunden Serverarbeiten und das ist dann die einzige Zeit, in der er an die frische Luft kommen würde. Zitat: Sonst komme ich ja nicht dazu!
Sucht eben.
Und das sitzt er bei Herrn Jauch im Studio und erzählt plötzlich, dass er nun nicht mehr süchtig sei!
Hä?
Was war passiert? Er habe sich nach den Dreharbeiten den Film angeguckt und da merkte er, dass das irgendwie doch zu viel sei, was er da jahrelang lebte.
Günter Jauch, ich … und wohl der Rest der Fernsehzuschauer kämpfen gegen die Fragezeichen im Kopf an.
Und der junge Mann sagt, dass er seitdem Klavier spiele, was ja auch schön sei.
Herr Jauch fragt nach, ob er denn jetzt gar nicht mehr spielen müsse. Antwort: Nö, nur noch Klavier!
Lobenswert!
Aber mal im ernst: Sooooooo süchtig kann er doch dann gar nicht gewesen sein, oder?
Dass sich bei Therapien etwas tut wenn sich die Patienten eine Aufnahme von sich ansehen, sei es bei Magersucht oder Ähnlichen… das habe ich schon oft gehört, grade aus meinen Freundeskreis.
Aber es sollen einige Minuten ausgereicht haben um eine jahrelange Spielsucht geheilt zu haben?
In der nächsten Woche geht Günther Jauch übers Wasser.
14x gerumpelt | mitrumpeln?Manchmal glaube ich noch an das Gute.
Glaube daran, dass man sich ändern kann, … wenn man denn will.
Aber manchmal kann ich eben genau DAS nicht mehr.
Und dann… dann werde ich so unfassbar positiv überrascht, dass ich wieder an das blaue Pferdchen glauben kann, … an die Magie von gemeinsam erlebten Geschichten, von pointierten und witzigen Dialogen, von Herz und Seele und hin und wieder auch mal von einer Träne im Auge.
Ich rede vom Fernsehsender Sat.1!
Halt hier geblieben! Bitte lesen Sie weiter! ![]()
Jaja, ich weiß, was sie denken!
Aber glauben Sie mir, nach all dem Schund und Dreck und Abfall, nach all dem nachmittäglichen Gemotze und anwaltlicher Laienschauspielerei wagte der Sender doch noch den Absprung, um sich wenigstens noch einen Rest von Fernsehwürde zu erhalten.
Nachdem TV-Sender wie 9Live oder RTL2 sich mit ihrem Exklusiv-Reportagen á la „Maschinen, Muschis, Moneten“ längst die Tiefen von Gullydeckel überboten haben und nur noch als Abzock – TV fungieren oder Containerinsassen abendfüllend beim Kettenrauchen zeigen, – sich also ohnehin aufgegeben haben – verspricht Sat.1 nun den Wandel.
Bitte holen Sie sich mal einen Stift.
Ja … ich warte.
So.
Und nun nehmen Sie bitte Ihre TV-Zeitung zur Hand, schlagen den 3.Mai auf, richten Ihre Augen auf die Spalte Sat.1 und ziehen einen dicken roten Kringel um Danny Lowinski 21:15 Uhr.
Nun, Sie werden es nicht bereuen. Vertrauen Sie mir!
Natürlich finde ich es nicht schön, dass diese Serie ausgerechnet gegen FlashForward läuft und sich die Senderkette sozusagen eigene Konkurrenz macht.
Aber es gibt ja Aufnahmegeräte!
Annette Frier spielt sich hier als Anwältin Danny Lowinski (Ungewöhnlich: Sie sitzt mangels Geschäftsräume in einer Einkaufspassage und bietet ihren anwaltlichen Rat für 1 Euro pro Minute an.) in die Herzen der Zuschauer und findet dabei die Rolle ihres Lebens.
Bis in die Nebenrollen hinein ist diese Serie hervorragend besetzt.
Man möchte sich mit allen sofort anfreunden.
Herzklug. Engagiert. Mutig. Witzig. Sympathisch.
Machen Sie sich Danny Lowinski und ihre Einkaufspassagen-Clique zu Freunden.
Verdient hätten sie es!
Sat.1 ist auf den besten Weg wieder ein Fernsehsender zu werden.
7x gerumpelt | mitrumpeln?Vorab mögen.
Vor ab mögen.
Heute mag ich vorab.
Falls sowas geht.
Und damit ich nicht wieder den Vorwurf bekomme, euch zu spät auf etwas hingewiesen zu haben, mache ich es dieses Mal vor Ausstrahlung der Sendung.
Ist ja immer etwas schwierig, Sendungen zu bewerten, die man selber noch nicht sah.
Aber ich wage mal eine Prognose: Als Krimifan werden wir keine der 90 Minuten bereuen.
Heute startet ein neuer Polizeiruf. Die ARD wird uns um 20:15* Uhr mit einem neuen Ermittlerteam beglücken, dessen Einsatzort die Hafenstadt Rostock sein wird. (*Falls es wieder eine „Wo ist dieser blöde Staub nur hin?” – Sondersendung geben wird, dann würde er gegen 20:25/20:30 Uhr beginnen)
Letzte Woche saß ich also vor einer dieser Talkshows, die Freitagabend laufen. Gäste waren unter anderem die beiden neuen Ermittler, die von Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau gespielt werden.
Anneke Kim Sarnau gehört in die Riege der RumpelLieblingsSchauspielerinnen.
Ich finde sie charmant, witzig und sie ist der Typ Frau, mit der man Pferde stehlen könnte.
Manchmal erinnert sie mich an P. Von ihren Augen, ihrem Blick her. Wenn P. auch anders aussieht, ein ganz anderes Gesicht und lange schwarze Haare hat… im Blick oder beim Lachen verschmelzen sie zu einer P. Anneke Kim Sarnau.
Würde ich ihr zum Interview gegenübersitzen, würde sie ständig ein nerviges Hintergrundgeräusch hören und sie könnte sich nicht auf meine Fragen konzentrieren.
Verlegen würde ich sagen, dass mich das auch nerve und ich wünschte wir hätten einen ruhigeren Ort für ein Gespräch gefunden.
Recht würde ich ihr geben und ich würde versuchen dabei neutral zu gucken.
Sie würde ja nicht wissen können, dass dieses Hintergrundgeräusch, … dieses Bumbum… mein Herz wäre, das Luftsprünge machen würde und für ganze Minuten aus meinen Körper heraus hüpfen würde, nur weil ich mit ihr reden dürfte.
Sie ist meine Pferdestehlerin Nummer eins!
Bitte … äh… verlangt hier keinen objektiven Eintrag von mir.
Anneke Kim Sarnau bringt mein Herz zum Bumbum machen.
Objektivität kann da einfach nicht möglich sein.
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