Archiv für April 2010
Heute ist der internationale Tag gegen Lärm.
Man kann sich verlaufen bei all den Geräuschen, den Stimmen, den ständigen Werbejingles im Radio/Fernsehen, … selbst bis in die Kaufhäuser hinein verfolgt einen die akustische Umweltverschmutzung.
Wo Lärm ist, ist Leben … könnte man meinen.
Leben, ja.
Doch die Seele hört dabei den Herzschlag nicht mehr.
Tag gegen den Lärm. Ja, das passt gut.
Kann ich euch dem Lärm der Welt entreißen, … für einige Minuten?
Ja, kann ich?
Ich würde euch gerne die Gefühle bringen. Die großen Gefühle, die, die ihre Hände um die Seele schlingen, … die voller Leben, voller Zartheit und Zerbrechlichkeit sind.
Gefühle, die mit Worten gemalt wurden, die schön und beunruhigend zugleich sind, … so wie die Bilder der alten holländischen Meister.
Wenn ihr etwas weniger als sieben Minuten für den großen Augenblick des Lebens habt, dann möchte ich euch – angeregt durch diesen wundervollen Eintrag bei meinem Freund Herrn John – einen großartigen Text an das Herz drücken, der still und voller Wärme ist.
Wellenschlag hat ihn geschrieben.
Und weil der Gewinner bei dem diesjährigen h2-Literaturpreis ein Arbeitsstipendium bekommen wird und ich es der Juliane so wünschen würde, möchte ich hier gerne Werbung für sie machen und euch Sinnflimmern ans Herz drücken.
Wenn euch der Text gefällt dann votet doch bitte hier für sie.
Ihr Text hat mir einen Schal um den zugigen Hals gelegt.
23x gerumpelt | mitrumpeln?Manchmal glaube ich noch an das Gute.
Glaube daran, dass man sich ändern kann, … wenn man denn will.
Aber manchmal kann ich eben genau DAS nicht mehr.
Und dann… dann werde ich so unfassbar positiv überrascht, dass ich wieder an das blaue Pferdchen glauben kann, … an die Magie von gemeinsam erlebten Geschichten, von pointierten und witzigen Dialogen, von Herz und Seele und hin und wieder auch mal von einer Träne im Auge.
Ich rede vom Fernsehsender Sat.1!
Halt hier geblieben! Bitte lesen Sie weiter! ![]()
Jaja, ich weiß, was sie denken!
Aber glauben Sie mir, nach all dem Schund und Dreck und Abfall, nach all dem nachmittäglichen Gemotze und anwaltlicher Laienschauspielerei wagte der Sender doch noch den Absprung, um sich wenigstens noch einen Rest von Fernsehwürde zu erhalten.
Nachdem TV-Sender wie 9Live oder RTL2 sich mit ihrem Exklusiv-Reportagen á la „Maschinen, Muschis, Moneten“ längst die Tiefen von Gullydeckel überboten haben und nur noch als Abzock – TV fungieren oder Containerinsassen abendfüllend beim Kettenrauchen zeigen, – sich also ohnehin aufgegeben haben – verspricht Sat.1 nun den Wandel.
Bitte holen Sie sich mal einen Stift.
Ja … ich warte.
So.
Und nun nehmen Sie bitte Ihre TV-Zeitung zur Hand, schlagen den 3.Mai auf, richten Ihre Augen auf die Spalte Sat.1 und ziehen einen dicken roten Kringel um Danny Lowinski 21:15 Uhr.
Nun, Sie werden es nicht bereuen. Vertrauen Sie mir!
Natürlich finde ich es nicht schön, dass diese Serie ausgerechnet gegen FlashForward läuft und sich die Senderkette sozusagen eigene Konkurrenz macht.
Aber es gibt ja Aufnahmegeräte!
Annette Frier spielt sich hier als Anwältin Danny Lowinski (Ungewöhnlich: Sie sitzt mangels Geschäftsräume in einer Einkaufspassage und bietet ihren anwaltlichen Rat für 1 Euro pro Minute an.) in die Herzen der Zuschauer und findet dabei die Rolle ihres Lebens.
Bis in die Nebenrollen hinein ist diese Serie hervorragend besetzt.
Man möchte sich mit allen sofort anfreunden.
Herzklug. Engagiert. Mutig. Witzig. Sympathisch.
Machen Sie sich Danny Lowinski und ihre Einkaufspassagen-Clique zu Freunden.
Verdient hätten sie es!
Sat.1 ist auf den besten Weg wieder ein Fernsehsender zu werden.
7x gerumpelt | mitrumpeln?Da kommt diese Mail aus Berlin: Jetzt ist es vorbei Rumpel!
Ihre Eltern hätten sich getrennt.
Der Bruder bleibt beim Vater, sie bei der Mutter.
Es sei alles ganz einfach schreibt sie.
Man müsse nur wissen wohin man gehöre.
Eine Strichliste hätte sie gemacht. Freundinnen rieten ihr dazu.
Berlin lag vorne.
Ich schreibe zurück und frage nach.
Berlin? Du meinst für deine Mutter?!
Nee, für Berlin!
Sie habe sich für die Stadt entschieden!
Berlin gewann gegen Herford.
Ihre Mutter hatte sich nach Berlin beworben.
So einfach kann Trennung sein.
7x gerumpelt | mitrumpeln?Bücher sind Wunderwelten ohne Fernbedienung…
(Den schönsten Eintrag zum Thema fand ich hier. Er gibt völlig meine Meinung wieder!)
20x gerumpelt | mitrumpeln?“Die Sommersonne wird sie nicht mehr sehen können.” So heißt es regelmäßig im Winter. Schon seit Jahren.
Im Sommer bekommt sie den Hinweis, dass sie sich nicht zu sehr auf Weihnachten einstellen solle.
Man hätte nun wirklich alles getan.
Gekämpft und erklärt habe man ihr, … Angebote gemacht und Medikamente verschrieben. Und sich wirklich eingesetzt… und überhaupt.
Selbst eine Kostenrechnung hat man ihr aufgestellt. Dort darf sie sich angucken, was ihre Kasse bisher für sie ausgeben musste.
Wie viele Geburtstage sie auch noch feiern wird, heute verbringt sie den jedenfalls hier auf der Erde! Ausrufezeichen.
B. hat Geburtstag und sie atmet dabei ein und aus, … das ist mehr, als ich von so manchen Gesunden um mich herum zu sehen bekomme.
B´s Eltern wollten kommen. Und weil nie alles zu einfach sein darf, hatte ihr Vater vor Tagen einen Unfall und nun ein gebrochenes Fußgelenk. Weil er ein Sturkopf ist, geht er nicht zum Arzt. Diese zwei Stunden Zugfahrt schaffen er und seine Frau nun nicht, … sie haben abgesagt.
Eine Freundin wird da sein, zum Kaffee.
Ich werde am Samstag zum Frühstück bei ihr sein.
Sie und ich sprechen einem Mantra ähnlich unsere Wünsche aus, … immer hoffend, dass Wunder möglich sein können: Magersucht ist heilbar! Und wir beide versuchen glaubhaft dabei zu schauen, wenn wir uns in die Augen gucken.
Gegen das Aufgeben steht ihr Leben.
15x gerumpelt | mitrumpeln?

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