Chronologie der Ereignisse (2)

Am Sonntag waren wir wieder bei ihr.
Wir durften aufgrund der ganzen Untersuchungen und dem Stress auf der Intensivstation nie länger als diese eine Stunde innerhalb der offiziellen Besuchszeit bei ihr bleiben.
Die Ärzte versuchten sie am Samstag, Sonntag und noch ein letztes Mal am Montag von den Maschinen zu nehmen, um zu sehen in wieweit noch eine Chance bestehen könnte.
Und in allen Fällen hörten ihre Organe sofort auf zu arbeiten, ihr Herz blieb stehen.
Dann hatte man sie wiederbelebt und sie sofort wieder an die Maschinen angeschlossen.

Am Samstag war eine sehr sehr nette Ärztin da, die das genaue Gegenteil des anderen Arztes war.
Für das Gespräch bat sie uns in ihr Sprechzimmer.
Sie sagte, dass man nicht wissen kann was Patienten im Koma noch mitbekommen würden, und daher bittet sie Angehörige grundsätzlich für ein Gespräch in einen anderen Raum.

Wir besprachen mit ihr alles, erzählten von kleinen Hoffnungen die wir noch suchten und von dem Wunsch meiner Mutter.

Und wir erzählten ihr was der arrogante Unmensch – Arzt gesagt hat.
Für mich hat er durch seine Aussage einen Seelenmissbrauch vorgenommen, eine Seelenvergewaltigung. Es ging nur um Machtbefugnisse, nicht um mehr.
So ein Mensch sollte niemals mit Menschen in so einer Situation arbeiten dürfen!
Ich wünsche dem sosehr dass er etwas anders findet womit er gutes Geld verdienen kann!
Von allen Med. Studenten die ich in Göttingen kennen lernte, die zum Teil Freunde wurden, gab es nur vereinzelte die ganz offen sagten, dass sie das NUR aus Geld und Prestigegründen studieren wollen. Dieser Arzt muss so einer gewesen sein!

Die nette Ärztin sagte, dass eine Patentenverfügungen oder der glaubhaft ausgesprochene Wunsch der Angehörigen von ihr immer berücksichtigt werden, dass sie aber wisse, dass nicht alle Ärzte das bisher so sehen wollen/können.
Und sie sagte uns – was auch uns sehr half! – dass solange eine winzige Chance bestünde ohnehin keine Geräte abgestellt würden.
Am Montag solle ein erneutes CT zeigen in wieweit ihr Gehirn geschädigt war, von dem Befund sollte dann auch unser weiteres Handeln abhängig sein.

Erst am Montagnachmittag durften wir erneut ins Krankenhaus.
Wir klingelten am Eingang der Intensivstation.
Eine Schwester hörte unseren Namen und bat uns draußen zu warten weil der Oberarzt mit uns sprechen wolle.
Es vergingen fast 20 Minuten.
Mein Vater sagte dauernd: Oh Gott! Oh Nein! Das ist kein gutes Zeichen.
Der Oberarzt kam und schon sein Gesichtsausdruck verriet alles.
(Es ist der nette Arzt gewesen den mein Vater bereits am Freitag kennen lernte als meine Mama eingeliefert worden ist. Noch am Freitag sagte er zu meinem Vater, dass… WENN sie diese Nacht übersteht es schon ein Wunder wäre! Und wir bekamen ja dieses Wunder geschenkt!)

Er nannte uns leise alle Tatsachen:
Das Kleinhirn ist völlig abgestorben.
Das Großhirn hat sich Ballonartig aufgebläht, es würde nun nach und nach auf das Rückenmark drücken und daran würde sie dann irgendwann sterben.
Auch diesmal scheiterte der Versuch sie von den Maschinen zu nehmen, alle Organe versagten sofort.

Die nette Ärztin hatte in ihren Unterlagen unseren/ihren Wunsch vermerkt.
Der Arzt sagte, dass er genauso handeln würde weil es für alle Beteiligten das Beste sei.
Zuallererst für meine Mami, weil ihre größte Angst war dass sie an Maschinen dahin vegetieren müsste.
Der Arzt erzählte, dass man einfach nicht weiß wie lange der Körper noch an den Geräten leben könne, und das man nicht wisse ob sie irgendwie Schmerzen fühlte, dass aber jetzt ohne Geräte es so wäre, dass ganz schmerzhaft das Rückenmark abgequetscht würde, was dann irgendwann zum Tode führen würde. Er sagte auch, dass er die Entscheidung der Patientin für eine Gute hielt, weil in keiner Weise mehr eine auch noch so kleine Chance bestehen würde sie auch nur eine einzige Minute ohne Geräte am „Leben“ halten zu können.

Wir entschieden uns meiner Mama ihren Wunsch zu erfüllen.

Der Arzt nannte uns drei mögliche Varianten:
Erstens – was einige gerne tun – den Wunsch der betroffenen Person, also in diesem Fall meiner Mama, völlig zu ignorieren, weil wir ja im Hinterkopf haben, dass sie sich jetzt eh nicht mehr wehren kann und wir nun UNSERE Wünsche durchdrücken können.
Wir wollten aber IHREN Wunsch respektieren. Wir waren da immer einer Meinung in der Familie, keiner von uns möchte künstlich am „Leben“ gehalten werden.
Dann blieb noch (was offensichtlich von Angehörigen tatsächlich gewünscht wird!) dass man die Geräte abstellt und einfach – um es banal zu sagen – alle Kabel und Schläuche rauszieht.
Der Arzt sah sofort in mein geschocktes Gesicht. Diese Methode, so sagt er, sei für die Patenten, aber auch für die Angehörigen, für die Ärzte und die Schwestern die schlimmste.
Die andere Methode war die, die wir wählten.
Die Maschinen werden dabei sehr langsam heruntergefahren, nur das Schmerzmittel dass man ständig in ihren Körper leitet wird bis zum Schluss weiter verabreicht.

Man konnte nicht sagen wie lange es dauern würde. Vielleicht schon am Abend, in der Nacht… spätestens am nächsten Tag, sagte er.

Wir durften dann nach dem Gespräch zu ihr gehen.
Ihre Augen waren geschlossen. Weiße Salbe war darin zu erkennen.
Das Gesicht sah sehr friedlich aus.
Ich küsste ihre Stirn, hielt ihre Hand und redete mit ihr.
Ich sagte ihr, dass wir ihren Wunsch erfüllt haben und sie nun bald gehen dürfte.
Und ich erzählte ihr von Omi. Meine Omi habe ich abgöttisch geliebt, sie war die Mutter meiner Mama.
Und ich erzählte Mama dass sie jetzt zu Gott gehen würde und dass Omi sicher schon daneben steht um sie mit abzuholen.
Mein Papa streichelte ihre Wange und sagte mit Tränenerstickter Stimme: Ich danke dir für die 44 gemeinsamen Jahre!

Als wir das Krankenhaus verließen schien die Sonne und der Himmel schenkte uns sein schönstes Blau.
Es war ungerecht!
Diese ganzen Tage waren so perfekt ins schönste Wetter gekleidet, es hätte Urlaub sein können.
Und ich wollte doch – sowie der Mietvertrag hier eingetroffen wäre – für eine Woche zu meinen Eltern fahren. Ich hatte es ihnen schon zugesagt und mich darauf gefreut!

Ein Vater fuhr mit seiner kleinen Tochter offensichtlich den Weg zur Schule ab.
Es waren grade die letzten Ferientage. Hier musst du dann stehen bleiben! Dann musst du gucken. Zuerst nach Rechts, dann nach Links… und dann noch einmal nach rechts und dann fährst du laaangsaaaam weiter.
Ja Papa! Und das Mädchen trat stolz dreinblickend in die Pedalen.
Ein Eisessendes Pärchen kam uns entgegen.
Gelächter.
Hundegebell in der Ferne.
Zwei Mädchen fuhren mit ihrem Fahrrad vorbei und grüßten uns nett. Wir kannten beide nicht.
Ein Rentnerpärchen ging an uns vorbei.
Die alte Dame sagte zu ihrem Mann: Was für ein schöner Tag!

Wir gingen direkt vom Krankenhaus zum Bahnhof um mir für Donnerstag ein Rückfahrtticket zu kaufen. (Ich musste mich ja leider beim Arbeitsamt melden, dazu schreibe ich am Ende des Eintrags noch etwas. Leider bekomme ich nicht alles so chronologisch hin wie ich es eigentlich gerne wollte.)

Als wir wieder zu Hause waren vergingen keine 90 Minuten.
Der Anruf vom netten Oberarzt kam.
Ich hörte nur was mein Vater sagte: Es ist soweit. Ja. Ihr Herz. Es war schon zu schwach, ja. Wir kommen.
Er weinte.

Er zog dunkle Hosen, einen schwarzen Pullover und schwarze Schuhe an.
Dann machte er ein Haarwasser in seine Haare. Das macht er eigentlich nie. Sicher so ein Probeding das er mal geschenkt bekam. Er hat sich schön gemacht für Mama, … ein letztes Mal.

Wir riefen meinen Nazionkel an – der doch der Bruder meiner Mutter ist – und anbot uns zu fahren.
Am Sonntag fuhr uns noch seine Tochter, also meine Cousine, ins Krankenhaus. Papa konnte einfach nicht fahren.
Mein Vater erzählte mir, dass, als er am Samstag ins Krankenhaus ging um meine Mami zu besuchen, dass da eine Frau auf der Straße zu ihren Mann sagte: Guck mal, so früh am Morgen und schon ist der besoffen! (Mein Papa konnte doch nicht mehr richtig gehen weil seine Knie so weich waren vor Sorge um meine Mama.)
Wir Menschen haben eben immer eine Meinung bevor wir alle Tatsachen kennen. Zeitungen wie Bild leben ja davon.
Und so fuhr uns also mein Onkel hin.
Ich rechne das Onkel D. ganz groß an! Wirklich!
Das möchte und muss ich hier unbedingt sagen!
Seine Frau ist ja erst verstorben, es ist alles noch nicht lange her. Und auch wenn ich ihn am – ich glaube es war Samstag oder Sonntag – am liebsten aus der Wohnung geworfen hätte, so habe ich wirklich tiefen Respekt davor dass er mit uns ins Krankenhaus fuhr und sogar kurz mit in ihr Zimmer kam. Und als Mama gestorben war brachte er uns auch hin und verabschiedete sich ganz kurz von ihr. Das rechne ich ihm wirklich, wirklich, wirklich sehr hoch an!

Am  Wochenende „lebte“ Mama ja noch und Onkel D. saß bei uns in der Wohnung und sagte zu meinem Vater: Klaus, du musst das so machen wie ich! Ich habe mir ja gleich eine Freundin angeschafft, das hilft!*
Und ich dachte nur Du Arschloch, Mama lebt noch!
Mein Vater hielt es nicht mehr auf dem Sessel. Er sprang hoch und sagte dass er lieber allein bleiben wolle wenn sie nicht mehr da ist als sich noch jemand anders zu suchen für seine letzte Zeit hier auf der Erde.
Er sagte noch zu Mama am Sterbebett dass er bestimmt bald nachkommen werde.
Davor habe ich schon jetzt Angst. Aber ich ahne dass er wohl Recht haben wird.
Ich hatte das hier mal so geschrieben, dass er den Familienhighscore gebrochen hätte, weil er es schaffte so alt zu werden. Meine Mama wurde im Frühjahr 65, mein Vater wird in weniger als drei Wochen 67. Wir haben schlechte Gene, sagt er immer, kein K. vor ihm wurde älter als 65! Seine Mutter starb mit 54, sein Bruder, … seine Schwester wurden alle nur knapp über 60. Es gab wirklich noch NIE jemand in der Familie K. der so alt wurde. Alt für UNS, für Familie K.
Normalerweise sollte heute keiner mehr unter 75 sterben müssen.

*Ich war so wütend als er das mit der Freundin sagte, die sich mein Vater ganz schnell anschaffen solle! Ich erzählte es hinterher noch am Telefon einer Freundin von mir.
Erst zwei Tage später erfuhr ich, dass Onkel D. wieder mit seiner Jugendliebe zusammen ist, deren Namen Heidi er damals auf seinen linken Arm tätowiert hat, und dass auch sie erst vor kurzem ihren Mann verlor. Das milderte es für mich dann völlig ab. Allerdings NICHT, dass er meinen Vater sagte, er solle sich ganz schnell eine Affäre suchen um „drüber hinweg zu kommen“.
Echt, was für eine Familie! :(

Am Montag wählte ich die Nummer meiner netten Frau A. von der Sozialbehörde der Stadt Göttingen um mich abzumelden.
Sie war in einer Besprechung. An ihren Apparat ging dann eine Kollegin.
Als sie wissen wollte weshalb ich anrief erzählte ich ihr dass meine Mama im sterben liegt und ich ganz schnell nach Luckenwalde gefahren bin.
Leider war ich wieder zu ehrlich. Ich hätte einfach zu einem späteren Zeitpunkt versuchen sollen Frau A. zu erreichen!
Diese Kollegin von Frau A. sagte zu mir am Telefon: Herr K. Sie wissen dass das SO nicht geht! Sie hätten sich erst am Montag hier abmelden müssen bevor sie fahren. Sie wissen, dass das jetzt Konsequenzen für sie haben wird! Sie wollte wissen wann ich zurückkomme und ich sagte, am Donnerstag oder am Freitag.
Ich war wie versteinert nach dem Telefonat.
Von da an wollte ich dann doch Donnerstag zurück, obwohl Lady M. für mich eine Mitfahrgelegenheit ab Potsdam – aber erst für den Freitag – gefunden hat, für nur 15 Euro.
Aber ich hatte neben den Sorgen die ich nun ohnehin schon hatte noch die dazubekommen, dass es sein kann, dass mich hier ein Umschlag erwartet dass man mir die Zahlungen einstellt.
Was gibt es nur für Menschen!!!!!!!!!!!
Seht ihr, das meine ich: Es gibt Frau A. und es gibt rechts im Nebenzimmer eine andere Person die den gleichen Job macht, nur anders. Die hätte mir mit Sicherheit auch nicht bei der Wohnungsgeschichte geholfen.
Und es gibt diese tolle Ärztin, diesen tollen Arzt und diesen Unmensch – Arzt im selben Krankenhaus, auf derselben Station.

Als ich am Donnerstagmittag in Göttingen ankam bin ich mit dem schweren Rucksack sofort vom Bahnhof zum Rathaus gelaufen um mich zu melden.
Frau A. war nicht mehr da, aber links im Nebenzimmer saß noch ein netter Mann. Ich kannte ihn, weil er bei Frau A. fast immer wenn ich da war kurz reinkommen musste um etwas zu fragen, und dann entschuldigte er sich bei mir immer für die kurze Störung.
Ich erzählte ihm von dem Telefonat.
Er war fassungslos!
Und er meinte dass er darüber einen Bericht schreiben wird und dass er rausbekommen wird mit wem ich da geredet habe! Ihm war sofort klar dass ein Sterbefall am Wochenende etwas anderes ist als eine Urlaubsbeantragung!

Meinen Vater hatte ich versprochen, dass ich das – falls es zur Geldkürzung/ oder zum Aussetzen der Zahlung deswegen kommen würde – alles Öffentlich machen würde.
Für so was kann ich kämpfen!
Ich würde mir heute nicht mehr schweigend bieten lassen was ich vor Jahren noch geschehen ließ.
Ich bin schon einmal mit etwas in die Zeitung gegangen, und ich würde auch in diesem Fall alle Register, einschließlich RTL und sonstwas ziehen um das Publik zu machen.
Warum sind manche Menschen nur in solch einen Beruf gegangen? Ich versteh das einfach nicht… weder bei dem Arzt noch bei ihr.
Der nette Mann von der Stadt wird das im wöchentlichen Dienstgespräch mit dieser Person klären.
Mein Vater erzählte das in Luckenwalde dem netten Oberarzt der mir daraufhin eine Bescheinigung ausstellte WARUM ich in Luckenwalde war, mit seiner PERSÖNLICHEN Telefonnummer darauf! Diesen Brief hat keine Sekretärin geschrieben, sondern er selbst!
Mein Vater sagte hinterher, dass sie dafür normalerweise 10 – 20 Euro berechnen. Das wusste ich nicht. Der Arzt hat mir das einfach gemacht ohne etwas dafür zu verlangen…

Es wird noch einen Eintrag geben über ihre letzten Tage und über ihre Wünsche für dieses Jahr.
Leider gelang es mir nicht alles so chronologisch zu schreiben wie ich es gerne wollte, weil es für euch chronologisch einfacher wäre… Hm.
Aber es war für mich leichter alles so zu schreiben wie es zuerst aus meinen Kopf heraus wollte…

9x gerumpelt | mitrumpeln?

  1. Shekaina

    Du hast mir das ja alles schon am Telefon erzählt, deswegen werde ich nicht mehr viel schreiben, aber ich möchte noch etwas sagen, dass mir auch HEUTE beim LESEN wieder so ging:
    dein Papa, ein einfacher Mann, tut mir so unheimlich leid, so leid, dass es mir mein Herz zerquetscht. Ich kann mir ihn gut vorstellen, nicht zuletzt weil ich DICH kenne, wie er umherschleicht in seiner Trauer und nicht essen kann und nicht fahren kann und wie dann jemand sagt “schau mal, der Besoffene da”- das tut mir körperlich weh und ich möchte diesen Leuten eine reinschlagen.
    Dein Papa ist ein Held des Alltags, einfach so, einfach so, weil er lebt, weil er geht, weil er steht, weil er kämpft. Und wenn dir doch noch etwas einfallen sollte: ich würde deinem Papa so gerne eine kleine Freude machen, wenn du was weisst, sag Bescheid.
    Ich denk noch immer ganz fest an dich und deine Mama. Und ganz bestimmt ist deine Mama jetzt gut aufgehoben bei deiner Oma. Und auch meine zwei Lieben dort oben habe ich beauftragt zu “helfen”.
    Ich hab dich lieb.
    Bärenfreundin

  2. lady m

    Mir sind beim Lesen die Tränen gekommen.
    Was musst Du augenblicklich alles aushalten:
    Deinem Vater beistehen, selbst irgendwie mit dieser Trauer klar kommen, dann noch mit so einer unsensiblen Amtstante (sorry, da wird mir echt schlecht!!) umgehen und diesbezüglich weitere Ängste durchstehen und und und…
    was ist das nur manchmal für eine besch*** Welt??

    Andererseits bin ich DANKBAR, dass zwischen all diesen in meinen Augen schlechten Menschen auch “Engel” sitzen. Wie dieser nette Amtsmann, der Dir versprach, über diese Frau am Telefon einen Bericht zu schreiben- mein Tipp: beim nächsten Gespräch mit Frau A.: frage nach, ob dies geschehen ist. Denn auch Du als Kunde hast das Recht auf eine freundliche Behandlung- und somit die Möglichkeit auf eine Dienstaufsichtsbeschwerde.
    Denn Du warst auf keinem Mallorca-Urlaub- sondern musstest Abschied nehmen von Deiner Mama… :-(

    Du Lieber, ich wünsche Dir noch viele, viele solcher Engel, die Dich unterstützen, wenn wieder Dir jemand Stolpersteine in den Weg legt.

    Kam denn noch ein “Drohbrief” vom Amt?

  3. Merlon

    Sehr bewegende Worte Rumpel. Dazu gibt es gar nichts zu sagen und oh bitte, hör auf dich zu entschuldigen für das was du schreibst, du schreibst so richtig wie du nur schreiben kannst. Nicht was für uns einfacher wäre zu lesen sollte wichtig sein sondern einzig das was dir Möglich ist zu sagen. Ich ziehe meinen virtuellen Hut vor jedem deiner ehrlichen Worte hier.

    Und ich möchte Dir ans Herz legen dich über diesen Arzt, diesen unmenschlichen … mir fehlen die Worte für ihn – Du solltest dich über ihn beschweren. Du solltest versuchen das was du und dein Vater erleben musstest zu beschreiben und seinem Chef, dem Chefarzt schicken. Du solltest eine weitere Ausführung dieses Briefes an den Ärztlichen Direktor und am wichtigsten an den Kaufmännischen Geschäftsführer des Krankenhauses senden. Einfach um zu zeigen was eine solche Respektlosigkeit mit anderen Menschen macht und um vielleicht andere Angehörige vor weiteren Respektlosigkeiten zu schützen.

    Merlon

  4. annajuliana

    und wieder bin ich irgendwie wortlos…

    So wie du schreibst kommt es mir vor ich hätte mit in den Räumen gestanden. So als hätte ich laut “Stop!” geschrien, aber ohne Erfolg.

    So viel Respektlosigkeit, so viel Böses in so einer fürchterlichen Situation. Und dann gibt es da noch die “Insel”-Menschen. Die dich von dem Wasser fernhalten. Die die lieb sind, verständnis haben, beruhigen! Gut, dass ihr den Inselmenschen begegnet seid!

    Ich drück dich und deinen Papa aus Düsseldorf!
    Ich wünsche euch viel Kraft! Und große Inseln!

    Deine AnnaJuliana

  5. annajuliana

    Hallo lieber Rumpel,

    Ich schenke dir jetzt einfach eine Geschichte von mir :)
    Weißt du was ich gemacht habe, als meine Oma gestorben ist? da war ich noch ein Kind und war noch zu klein um all das zu verstehen. Wobei dass auch jetzt nicht anders ist. Viel mehr verstehe ich auch nicht, aber zurück zur Geschichte:

    Ich habe mir das “Der liebe Gott passt jetzt auf Oma auf” ganz wörtlich genommen. Also habe ich den lieben Herrn Gott per Gebet angerufen und die Oma ans Gebettelefon verlangt. Und ich habe mit ihr gesprochen. Ganz lang. Ganz oft. Eigentlich habe nur ich gesprochen, ist ja klar, aber ich habe ihre Nähe gespürt. Sie war da. Und hat auch auf mich aufgepasst. Und manchmal sitze ich immernoch abends in meinem Bett, schau nach oben und sage “Hallo lieber Gott, gib mir mal bitte eben die Oma! Oma, was würdest du denn tun?” Aber nur ganz leise und still für mich :)

    Gerade kam mir dann die Idee, dir ein eigenes Rumpel-Gebetstelefon zu basteln. Aber ich will mich nicht aufdrängen.
    Du sollst deinen Weg finden, mit dem du am besten gehst… Wer sagt dass du ein Gebetstelefon passend finden würdest?

    Es ist schwierig die richtigen Worte zu finden. Viele Ratschläge, viele Wünsche, viele Worte. Aber was dringt durch?
    Du wirst deinen eigenen Weg finden um mit allem umzugehen, irgendwann. Und wenn ich da sein kann und darf, dann bin ich das.
    Aber das weißt du ja.

    Und wenn ich dir doch ein Gebetstelefon basteln soll, dann lass es mich wissen. Oder vielleicht willst du es in einer Art Ritual selbst basteln… oder eben gar nicht, weil es nicht dein Weg ist, sondern nur meiner. Alles wäre gut, wenns dir gut tut!

    Du bist nicht allein!
    Deine AnnaJuliana

  6. Violine

    Du, Rumpel, ich finde es toll, was Du für nette Menschen erlebst. Und dass Du das auch wirklich siehst und zu würdigen weisst. Denn wenn man gerade das sehr negative Beispiel erlebt hat, kann man – je nachdem, wie tief der Eindruck war – schon gar nicht so richtig glauben, dass es auch das sehr Positive gibt. Find ich toll bei Dir! Ich persönlich halte mir die positiven Beispiele vor Augen – man könnte vielleicht sogar sagen, ich “sammle” sie, auch wenn ich keine Sammlung anlegen – weil mich das stärkt.

  7. Herr John

    Oh weh, mein lieber Herr Rumpel. Ich muss dir leider sagen, das ich schon wieder etwas über Dich und deinen wunderbaren Blog geschrieben habe bei mir drüber auf dem wollweber-blog. So kurze Zeit erst bist du und dieses Eckchen im weit-weit-weg in mein Leben getreten und um so mehr zeigt es doch das das www eben nicht immer nur weit-weit-weg ist. Sondern ganz nah. Zu viel im Kopf um es in einen kurzen Kommentar zu packen. Ich danke Dir für Deine Worte und ich danke den anderen für ihre Worte an dich weil ich all das nur unterstreichen und mit vielen Ausrufezeichen versehen mag. Wenn mein geschätzter Herr Merlon seinen virtuellen Hut zieht dann schließe ich mich an. Ich verneige mich ein wenig vor deiner Kraft die du in den letzten Tagen gezeigt hast. Vielen dank das ich hier zu Gast sein darf.

    Shalom und eine traumlose nacht Dir
    Herr John …

  8. Rumpelwald sagt:

    @ ALLEN Lesern hier auf Rumpelwald:

    Ich kann leider – derzeit – nicht mehr auf jeden einzelnen Kommentar eingehen mit dem Beantworten.
    Verdient hätten das hier eigentlich ALLE dass ich das grad doch noch könnte…
    Ich danke euch allen SEHR!
    Doch ich habe mich an jedem einzelnen Kommentar entlanggehangelt wie an einem Seil das mich vom Abgrund weghält!

    Vielen Dank ALLEN hier auf Rumpelwald!

  1. 1 Elternlos.de-Blog » Rumpelwald zu Gast bei Elternlos

    [...] Chronologie der Ereignisse (2) [...]



Mitrumpeln?