Abschied.

An den Rand gedrückt wurde ich.
So wie immer.
Seine Verwandtschaft kann man sich halt nicht aussuchen.

Da stand ich also am 11. September am Urnengrab meiner Mama.
Schon vorher in der Kapelle wurde ich rechts gegen die Wand gedrückt weil meine Verwandtschaft meinte, sich neben meinen Vater und Bruder quetschen zu müssen.
Ich saß da als gehörte ich nicht dazu.
Gerne hätte ich einen Pfarrer als Redner gehabt der meine Mutter wenigstens kannte.
Hatte mich auch darum gekümmert, aber mein Nazi – Onkel wollte keinen Pfarrer. Er empfahl die Rednerin die auch bei seiner Frau gesprochen hatte. Mein Vater wollte das dann auch so haben. Ich kam nicht dagegen an.
Aber Mama war seine Frau und ich wollte seinen Wunsch respektieren.

Da stand also diese Rednerin, die meine Mama nie kennengelernt hat, und erzählte was meine Mama für eine tolle Frau war.
Eigentlich hielt sie sich gut an dem was ich ihr über Mama aufgeschrieben habe.
Offensichtlich machte sie ihren Job ganz gut, denn man hatte den Eindruck als waren sie die besten Freundinnen gewesen, … Mama und sie.
Zum Anfang ihrer Rede nannte sie uns beim Namen.
Später als sie noch einmal die Namen nennen musste – als es um die “im Leben zurückgebliebenen Trauernden” ging – da nannte sie den Namen meines Papas und meines Bruders. Meinen vergaß sie.
Doch weil man Traurigkeit nicht mehr steigern kann konnte ich eh nicht noch Trauriger werden.

Meine Lilien bestellte ich über das Internet, was im Nachhinein gesehen dumm war. Keine einzige war offen! :(   (Ja, die Leute haben sich das Maul zerrissen.) So hatte ich von allen Anwesenden den hässlichsten Strauß für meine Mama.
Aber nach dem wie ich bis dahin behandelt worden bin war das dann auch nicht mehr wichtig.
Männer, gebt euren Müttern, Frauen und Freundinnen zu Lebzeiten die Blumen!

Am Grab tat die Hälfte der Menschen die kamen mir nicht kondolieren weil ich auch dort von der Verwandtschaft an den Rand gedrängt wurde, und sie einfach nicht wissen konnten dass ich dazu gehöre. (Es waren Menschen die ich nicht kannte, z.B. von ihrer Parkinsongruppe wo Mama sehr beliebt war)

Für mich ist Mama nicht tot. Ich verdränge jeden Gedanken daran.
Es mag nicht richtig sein, aber ich kann derzeit noch nicht anders.
Noch verdränge ich.
Der Tag wird dann einfach kommen, … der Tag an dem ich kapieren muss was geschehen ist.

Weil alles so grauenvoll für mich war mag ich gar nicht noch mehr und ausführlicher über diesen Tag erzählen.

Am Samstag fuhren wir drei (Vater, Bruder und ich) zu dem Ort den sie beide so liebten, wo Mama und Papa noch an dem Donnerstag waren, Freitag kippte sie dann um.
Papa zeigte uns die Bank auf der sie am Donnerstag saßen und den vorbeiziehenden Schiffen und Booten nachschauten.
Nach zwei Stunden wollte Papa zurück doch Mama sagte Ach Klaus, es ist so schön hier… lass uns heute mal noch etwas bleiben! Und so blieben sie noch eine Stunde.

Papa erzählte etwas, dass ich als Bild jetzt mit in mein Leben nehmen werde.
Sie waren doch noch am Dienstag oder Mittwoch in diesem Storchendorf, weil Mama die Störche doch so besonders liebte. Eigentlich liebte sie alle Tiere, aber diese Störche und sie… irgendwie gab es da eine Verbindung.
Und dann erzählt Papa also, dass jemand der mit seiner Familie am Tag als Mama starb noch zu den Störchen fuhr um sie mit den Kindern noch einmal anzuschauen bevor sie ihre Reise in den Süden antreten würden. Aber… die Störche waren weg!
Papa sagte, dass Mama mit den Störchen wegging… Was für ein Bild.
Nur, … die Störche werden zurückkehren.

Über etwas anderes möchte ich heute noch erzählen, etwas, dass mich hilflos und ängstlich macht.

Am letzten Donnerstag hatte mein Vater Geburtstag.
Er sagte schon vorher, dass wir nicht anrufen sollen weil er wegfahren wolle und wir ihm erst ab Samstagmorgen erreichen würden, und uns also keine Sorgen machen sollten.
Am Mittwoch fuhr er in ein kleines Örtchen nach Thüringen wo er die letzten Jahre mit Mama für einige Tage war.
Er dachte, dass es ihm vielleicht gut tun würde dorthin zu fahren.
Als er ankam begann er zu Zittern. Er konnte diese Pension nicht betreten weil er wusste, dass diese nette Wirtin sofort fragen würde: Wo ist denn ihre Frau, Herr K.? Das hätte er dann doch nicht mehr ausgehalten.
Und so entschied er sich wenigstens zum Essen in ein kleines Restaurant zu gehen dass Mama und er liebten.
Ihm liefen die Tränen herunter.
Auf dem Klo musste er sich erbrechen. Er hatte es wieder mit dem Magen bekommen…
Er wusste, dass er nicht in dem Ort bleiben könne, und fuhr so zurück nach Luckenwalde.

Am Samstag erzählte er mir was am Morgen seines Geburtstages passiert ist.
Er fing an mit den Worten: Du wirst es sicher nicht glauben und wirst sagen, dass ich spinne, aber… ich schwöre dir, es war so! An meinem Geburtstag hörte ich die Stimme von Bärbel! Sie sagte: Klaus. Klaus. Klaus, … wo bist du denn?
Er wurde schlagartig wach und guckte auf die Uhr. Es war 05:05.
Als er es erzählte fing er schrecklich doll zu weinen an… Sonst träume ich immer irgendeinen Mist, aber ausgerechnet an meinem Geburtstag träume ich so was!

Ich kenne Träume die so real sind dass man nicht weiß ob es wirklich nur ein Traum war.

Seitdem habe ich noch mehr Angst um meinen Vater!
Ich denke, dass er jetzt denken könnte, dass sie ihn sucht und er nun das Gefühl hat, dass er sie jetzt alleine lassen würde.
Ich habe schreckliche Angst dass er ihr ohnehin bald folgen wird. DAS allerdings könnte ich nicht mehr verkraften.
Und weil er ein K. ist, ist seine/unsere Lebensspanne – wie ich hier schon öfters erzählte – eh nicht so lang wie bei anderen. Die Gene.

Papa hat sich für die Beerdigung extra einen Anzug gekauft.
Er war an diesem Freitag der schönste Papa der Welt.
Nie habe ich ihn so schön und so traurig gesehen!

Ich habe Fotos gemacht.
Von Papa inklusive Verwandtschaft.

Nur von mir gibt es keins. Eigentlich gibt es von mir sowieso kaum Fotos.
Es sind wenige, und diese wenigen reichen nur bis zur Einschulung.
Und so gibt es auch von der Beerdigung nur ein Familienfoto von Papa und der Verwandtschaft.
Zwei Leute fehlen: Mama und ich.
Irgendwie finde ich das passend. Mama ist nicht mehr da, und ich habe nie wirklich dazugehört. Ich war immer “anders” Unhörbar, Leise, schrieb Gedichte, bin Christ… und dann wurde ich auch noch Vegetarier! Wie haben die sich nach der Beerdigung aufgeregt, dass ich “mal wieder aus der Rolle fallen muss” weil ich kein Fleisch essen wollte und mir etwas zusammenstellen musste, weil diese Gaststätte keine vegetarischen Gerichte hatte.

Ja, ich bin anders. Vielleicht mochte Mama mich grade deshalb!

Wenn ich wieder nach Luckenwalde fahre, dann werde ich den dicksten und größten Blumenstrauß durch diese gusseiserne Eingangstür des Friedhofs wuchten, die dieser Friedhof je gesehen hat!

20x gerumpelt | mitrumpeln?

  1. Grüntee

    Ich denk an dich!

  2. Einhandseglerin

    Es ist traurig, dass die Menschen, die einem am nähsten stehen und für einen da sein sollten, oft wie Fremde sind, weil sie einen nicht kennen (wollen). Es tut mir sehr leid, dass dir Beerdigung für dich so blöd verlaufen ist.
    Zum Blumenstrauß: ich bin sicher, deine Mama weiß, dass du sie liebst und an sie denkst – was die Verwandschaft denkt ist völlig irrelevant, lass dich davon nicht beeindrucken.

    Ich denk an dich, hab’ eine gute Nacht, lieber Rumpel.
    *drück*

  3. Kayla

    Oh, liebster Rumpel…
    ich weiß garnicht was ich sagen soll, ich möchte dich eigentlich einfach nur drücken und dir ein bißchen von der Trauer abnehmen…
    aber ich weiß, dass das leider nicht geht. Darum nur einen Rat: Verdrängung kann uns vieles leichter machen, aber leider nur im Moment. Irgendwann trifft es dich dann unvorbereitet und doppelt so hart. Du weißt, ich spreche da aus Erfahrung…
    Auch wenn es weh tut und verdammt schwer ist, aber du mußt die Trauer zulassen. Und vergiss nie: in deinem Herzen, deinen Gedanken, deinen Erinnerungen lebt die Rumpel-Mama ewig!
    Mein lieber Rumpel, meine Gedanken sind bei dir – ich schick dir ganz viele liebe Grüße und ganz viel Kraft *knuddel*

  4. Herr John

    Ach Rumpel, was schreibt man denn da. Ich weiß es nicht.
    Wenn ich dich jetzt anschauen könnte, dann bräuchte es keine Worte. Sicher nicht. Aber hier im Netz, da lebt es nunmal darüber was hier an kleinen schwarzen Buchstaben in diesen weißen Kasten getippt wird. Wenn Du schreibst das Du dort an den Rand gedrängt worden bist musst du dir sagen, und ich weiß das du genau so denkst, das du nicht wegen der unsagbar dummen Leute dort warst, du warst für deine Mama dort. Nur für sie. Und schau, wenn die Blumen auf den Kränzen der anderen schon die Köpfe hängen lassen, dann haben sich Deine vielleicht erst geöffnet und dann, zum Ende war es dein Strauß mit Lilien der der allerschönste gewesen ist. Deine Blumen waren eben für Deine Mama und nicht für die anderen.

    Und noch etwas mag ich sagen und das sage ich nicht nur so, ich meine es von ganzen Herzen: Wenn du dort bei diesen Leuten am Rand standest, dann stehst du hier in der Mitte. Jeder Tag an dem es hier still war fehlte etwas und ich denke die anderen nehmen dich gern in unsere Mitte, weil man das Gefühl hat dich beschützen zu müssen und zu stäken, weil all das was man dir gibt das bekommt man zurück, das bekommt man um ein vielfaches zurück. Und ich möchte noch sagen das du es genau richtig gemacht hast Rumpel. Ruhig werden und ruhig bleiben.

    Herr Rumpel. Du lebst dein kleines Leben. Und du lebst es gut. Da sitzt du nun in deiner Wohnung und weißt, dass der Himmel nicht nur dunkel ist. Er hat dir Augen geschickt mit denen du mehr siehst wie die anderen Menschen auf der Beerdigung deiner Mama, ein paar Hände hat er dir gegeben die halten können und umarmen, ein praktischen, liebevollen Verstand und Wärme. Und dafür danke ich ihm und beneide dich, denn das ist G´tt gegeben Rumpel, G´tt gegeben.

  5. Schildmaid

    Lieber Rumpel,
    ich finde das Bild, dass Deine Mama mit den Störchen gegangen ist, sehr hübsch. In Zeiten der Trauer braucht die Seele solche Bilder, das hilft.
    Setz Dich nicht unter Druck, dass Deine Mama tot ist wirst Du noch bald genug “kapieren”. Verdrängung und es “nicht wahr haben wollen” gehören zur ersten Phase der Trauerarbeit, und den Tod nicht wahr haben zu wollen oder zu können, ist völlig in Ordnung. So etwas Unwiederbringliches wie den Tod annehmen zu können, braucht echt Zeit.
    Ich denke oft an Dich. *drückdich*

  6. Janine

    Ich denk an Dich…

  7. Sehn.sucherin*

    Lieber Rumpel,

    jetzt bin es doch ich die weine.

    … Ich hatte auch weiße Lilien bestellt. Und als wir sie am Morgen des Begräbnisses abholten, da war die Blumenfau sehr geknickt, weil es an dem Morgen keine schönen Lilien beim Blumengroßmarkt gegeben hatte. Also hatte ich nur eine. Eine Lilie, die nur Knospen trug…
    Da finde ich den Gedanken von Herr John im Nachhinein sehr tröstlich. Sie haben ihre Blüten geöffnet, als alle anderen ihren Blütenkopf schon hängen ließen. Vielleicht war es so. Das wäre schön.

    Mehr kann ich gerade nicht sagen. Danke.

    Es ist so schön, dass es Dich gibt. Weil Du so bunt bist, so gefühlvoll, so liebe.voll. Weil du siehst, fühlst, verstehst. Weil Du bist.
    Deine Mama konnte das Sehen. Ihr ward bestimmt ein tolles Team. Ihr seid es noch, wenn Du die Erinnerung bewahrst.

    Ich wünsche Dir alles, alles Liebe, Herr Rumpel.

  8. Rumpelwald sagt:

    @ Grüntee
    Vielen Dank! ;)
    @ Einhandseglerin
    Ja, “oft wie Fremde sind” das trifft es genau :(
    Ich danke dir und drück dich zurück
    @ Kayla
    Ich weiß. Ich hätte mir gewünscht es zulassen zu können. Aber ich habe Angst all das nicht schaffen zu können, mit der Beerdigung, den ganzem Organisieren, den Umzug, dazwischen die Arbeitsamttermine ect…
    Die ganzen Wochen waren es nur Stresssituationen wo noch keine zeit blieb zum Nachdenken/Begreifen.
    *knuddel zurück nach Wien*
    @ Herr John
    Danke für deinen lieben Kommentar, aber… was du über die Lilien sagst… das ist leider nicht so wie ich es mir auch gewünscht hätte, und zu meinem Vater noch sagte.
    Die Lilien gingen bis zum Mittwoch nicht auf als er da war und einen Tag später waren sie mit allen Kränzen weggeworfen worden. Es gab da leider keine Vasen und ohne Wasser :(
    Das stimmt. Die Menschen hier haben mich oft gestärkt! Durch so manches Tief haben sie mich begleitet in all den Jahren.
    So gesehen stimmt es: Dort bin ich der Randmensch, der, der nirgendwo zugehört. Hier hören Menschen zu.
    Ich danke dir!
    @ Schildmaid
    Lieben Dank dir!
    Ja, das mit den Störchen ist irgendwie berührend… Ich werde sie nie wieder “normal” sehen anschauen können.
    Sei lieb gedrückt
    @ Janine
    Vielen Dank dir!
    @ Sehn.sucherin*
    Das mit den Lilien berührte mich eben sehr! Ich kann das richtig vor mir sehen…
    Danke für alles was du hier sagtest!
    Ich glaube auch dass meine Mama gesehen hat was ich WOLLTE und was dann doch schief ging. Aber mein Herz war da. Und meine Sprachlosigkeit…
    Alles Liebe auch dir!

  9. Violine

    Lieber Rumpel,
    schön, wieder von Dir zu lesen. Ich habe mich schon gefragt, ob ich mich mal bei Dir melden soll, habe es dann aber lieber gelassen, weil ich Dich nicht stören wollte. In Deinem Leben passiert soviel, Positives wie Negatives, da wollte ich nicht auch noch ankommen.
    Dir alles Gute! Und: Man kann nicht in jede Gruppe reinpassen, aber dafür gibt’s wieder andere, wo man reinpasst, und das sehr gut. Wir besuchen Dich alle sehr gerne und lesen gerne von Dir und Deiner leisen Sicht auf die Welt.
    Liebe Grüße,
    Deine Violine

  10. Lena

    Lieber Rumpel,
    ich denke ganz fest an dich und ich wünsche dir viel Kraft!
    Liebe Grüsse, Lena

  11. tonni

    Ach Rumpel.
    Du – ich bin mir ganz sicher – bist ein wunderbarer mensch.
    wenn ich darf, lass ich dir eine kleine umarmung da.

  12. MamaKatinka

    Hallo Rumpel,
    ja… es sind die kleinen, einfachen Dinge die ein Leben verändern können, aber auch die “nicht nennenswerten” die “unscheinbaren” die “nicht normalen”
    Man muss ja auch nicht gleich das ganze Leben ändern, manchmal reicht auch nur eine Geste, ein Wort und das reicht schon, etwas anderes zu tun als man ursprünglich vor hatte z.B. beim Kauf eines Buches…
    Was ich dir eigentlich damit sagen möchte ist, dass auch du etwas ändern kannst. Mit Gesten, mit Worten ausgesprochen oder geschrieben.
    Aber auch wenn du in den Augen der Anderen ein Außenseiter und “unnormal” bist: du bist du und du musst dich nicht für irgendjemanden ändern. Der einzige Mensch für den du dich und dein Leben ändern kannst bist nur DU!!

    Dann möchte ich, dass du noch einmal darüber nachdenkst, einen goßen Blumenstrauß zum Grab deiner Mutter zu bringen.. Das würde deine Mutter doch bestimmt nicht wollen und du willst das doch auch nicht wirklich… was hälst du von dieser Idee: kauf doch einen kleinen Storch (natürlich keinen echten) stell ihn bei dir auf und immer wenn du das Grab deiner Mutter besuchst nimmst du ihn mit…

    Nimm dir das Verhalten deiner Familie nicht so zu Herzen. Ich weiß, sowas schmerzt. Aber damit könnten diese Menschen dein Leben verändern aber negativ und das ist nicht gut….

    (sorry für soviel Text)
    Ich wünsche dir einen schönen Tag
    Katinka

  13. Rumpelwald sagt

    @ Violine
    Liebe Violine, ich danke dir dafür!
    Doch, es war gut dass du noch gewartet hast. ;)
    Und ich danke dir für die lieben Worte!
    Meine Welt grüßt in Deine
    @ Lena
    Liebe Grüße in die Schwezer Berge ;)
    Ich danke auch dir für deine Wünsche!
    Sei lieb gegrüßt
    @ Tonni, *zurück Umarm*
    Nein ;) bin ich nicht. Aber ich bin nicht GANZ schlecht, das weiß ich.
    Und ich versuche immer irgendwie einen graden gerechten Weg zu gehen.
    Aber auch ich – wie doch alle – bin voller Fehler.
    Sei auch du lieb gegrüßt
    @ MamaKatinka
    Mensch, WAS für eine Idee!
    Ich werde mal meinen Vater bitten dort Nachzufragen ob das okay wäre!
    Weißt du, es ist ja eine Wiese und davor stehen dann immer Blumen in den kleinen Vasen. Ich weiß nicht wie sie damit umgehen würden, die Verantwortlichen des Friedhofs. Aber ich denke, dass ich am besten mal selber dort anrufen werde um zu fragen. Ich danke dir für diese tolle Idee! *drück*
    Dennoch… die Blumen müssen sein! Schon für mein trauriges Herz an jenem Freitag der Beerdigung…
    Sei liebst gegrüßt

  14. annajuliana

    Hallo liebster Rumpel,

    jetzt warst du sogar für meine Prüfung da und ich habe es nicht geschafft hier zu lesen :( Das hole ich jetzt grade nach. Dieser Freitag abend ist gerade perfekt dafür. Rumpelfreitag-Abend sozusagen!

    Ich will nur ein paar Sätze zu deinem Beitrag schreiben, ich weiß nicht ob ich mich daran halte, du kennst mich ja schon etwas…

    Zunächst zu den Lilien. Wer sagt denn das geschlossene Lilien nicht hübsch sind? Oberflächliche Menschen vielleicht… Nein! Sie tragen doch ihre Schönheit innendrin. Da wo nur die besonderen Menschen hinsehen. Wie im echten Leben. So sehe ich das! Deine Blumen waren besonders! Nicht unschön! Im Herzen der Blüten wunderschön. da bin ich mir so sicher!

    Zum “Wegdrängen” deiner Familie fehlen mir irgendwie die Worte. Weißt du, du hast hier so viele Menschen hinter dir stehen. Deine Internetfamilie. Und diese Internetfamilienmitglieder haben vor allem dir kondoliert (in Gedanken) und vor allem den so sehr trauernden Rumpel gesehen und auch gefühlt. Du bist was besonderes lieber Rumpel!

    Ich drücke dich ganz doll!
    Deine AnnaJuliana

  15. anne

    deine Blumen sind länger für sie da, denn sie blühen erst einmal und können erst dann verblühen =)

  16. Lakritz und Schokolade

    Lieber Rumpel,
    deine Mama weiß, dass du sie liebst. Sie ist jetzt in einem Zustand, in dem alles leicht und klar und liebevoll ist. Und sie ist bei dir und begleitet dich.

    Ich habe letztes Jahr meinen Opa und meine Oma verloren, im Abstand von drei Monaten und die beiden waren mir wie Eltern. Ich habe sie sehr geliebt. Ich vermisse sie schrecklich, es fließen nach über einem Jahre immer noch Tränen, aber ich weiß auch, sie sind bei mir und freuen sich, dass es mir gut geht. Sie haben im Leben auf mich aufgepasst, sie tun es auch jetzt.

    Und das tut deine Mutter bei dir auch.

    Ganz liebe Grüße
    die Lakritzefrau

  17. iris

    Mein Beilieid!
    Mein Vater war schon ein paar Jahre nicht mehr, als ich aus dem Urlaub kam. Langstreckenflug, vor Ort schon lange gewartet, dann die ewige Zugfahrt von Frankfurt, ich war schlagalle.
    Mein Freund ging telefonieren, dass uns jemand abholt.

    Da hörte ich meinen Vater über Lautsprecher. Unsinniger Weise rief er sich selbst aus.

    Ich war hellwach, geschockt.

    Wer weiß, veileicht eine Schutzfunktion des Körpers, wäre ich sonst vielleicht eingeschlafen? Mit dem Gepäck, das dann leichte Beute gewesen wär?
    Es war seine Stimme, ganz sicher.

    Sowas passiert also offenbar auch anderen, wie beruhigend!

  18. Rumpelwald sagt

    Liebe Lakritzfrau und liebe Iris,
    ich danke euch für die tiefen Kommentare! Habe sie eben erst gelesen und werde noch einige Tage brauchen ins Internet zurückzufinden, aber das wollte ich euch dennoch schnell sagen ;) Lieben Dank euch!
    @ AnnaJuliana
    wollen wir versuchen die nächsten Tage oder am Wochenende zu telefonieren?
    Ich danke dir jedenfalls für deinen typisch lieben Kommentar! Ich weiß dass du für mich da bist! ;)
    Dein Rumpelkumpel *drüüüück*

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