Da ist dieses Lachen.
Kinderlachen.
Freude ist da und dieser Gedanke, dass wir alle zusammengehören … eine Familie sind.
Man nickt sich zu.
Die Predigt ist toll.
Der Pastor ohnehin Kumpeltyp.
Und nach der Predigt denke ich schon an meinen Kaffee und den Kuchen.
An das Telefonat mit der Freundin denke ich… und an mein ausgefülltes sonntägliches Fernsehprogramm.
Und während die Menschen am Aufstehen sind, geht diese junge Frau nach vorne.
Sie nimmt das Mikrofon.
Leise spricht sie, … anfangs nimmt sie kaum einer wahr.
Ich… ich wollte noch kurz etwas sagen: Meine Freundin hat sich in der letzten Woche umgebracht!
Stille.
Atmen wurde zur Herausforderung.
Nach dem Gottesdienst sprach ich diese junge Frau an, wollte den Grund erfragen.
Ich fragte, ob es um Liebe ginge.
Es geht ja meistens darum… fast immer sogar. Gerade bei jungen Leuten ist das der Hauptgrund, sein Leben auszuziehen.
Sie verneinte.
Es schien alles in Ordnung zu sein. Sie lebte in einer glücklichen Beziehung, sagt A.
Man sah ihr nichts an. Nichts!
Und A. sagte weiter: Sie schien grade in den letzten Wochen sehr befreit und glücklich gewesen zu sein! Nein, … man sah es ihr nicht an, wirklich nicht! Ganz im Gegenteil: Sie sah gut aus!
Es macht mir Angst.
Sollte man unruhig werden wenn jemand nicht mehr traurig ist und scheinbar seine Mitte wieder fand? Sollte man sich dann erst recht Sorgen machen?
Und wieder verließ ein Leben seinen Menschen.
Ein depressiver Himmel lehnt sich über Göttingen und auf ein frisches Grab…
19x gerumpelt | mitrumpeln?-
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Pingback || 02. Mai 2010 || 16:30
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Rumpelwald erwähnt. Rumpelwald sagte: Leise. http://rumpelwald.de/?p=3304 Und wieder fehlt ein Mensch… [...]
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Pingback || 06. Juli 2010 || 20:37
[...] Pärchen aus meiner Gemeinde, wo ich über das Mädchen auch schon mal etwas geschrieben hatte. (Ihre Freundin hatte sich umgebracht) Wir redeten etwas. Genossen den Schatten unter den dicken Bäumen. (Wir haben viele Fotos gemacht, [...]
02. Mai 2010 || 16:34
Das ist richtig herb. Manchmal sieht man es jungen Leuten echt nicht mehr an, dass sie irgendein Problem mit sich herumschleppen. Und plötzlich sind sie dann nicht mehr da und gestorben.
Mein Opa ist ja letzte Woche auch gestorben, das ist zwar auch schlimm. Aber da er alt (81 Jahre jung) und gebrechlich war, ist das mehr oder weniger auch eine Erlösung.
Wenn dann Leute aus meinem Bekanntenkreis (sind ja noch junge Leute (16 bis 40 Jahre jung)) sterben würden, und es Suizid sein würde, dann wären die Fragen größer.
Ich glaub da hilfts mehr, sich wieder Zeit für die Freunde zu nehmen und auch über das Befinden des anderen zu reden.
Kann ja auch bei einem guten Bier sein.
Alles Gute dafür.
Grüße, Tobi
02. Mai 2010 || 16:39
Ja. Es kann einem Angst machen, weil man sich – trotz des äußeren Wohlbefindens – scheinbar nie sicher sein kann, wie es im Inneren wirklich aussieht. Vielleicht stand ihr Entschluss bereits fest und sie atmete regelrecht auf?
Ach, ich mag gar nicht weiter darüber nachdenken…
02. Mai 2010 || 17:43
“Sollte man unruhig werden wenn jemand nicht mehr traurig ist und scheinbar seine Mitte wieder fand? Sollte man sich dann erst recht Sorgen machen?”
Wenn es aus heiterem Himmel und ohne ersichtlichen Grund passiert, ja dann sollte man das sehr skeptisch betrachten wenn einem bekannt ist das diese Person unter Depressionen leidet. Häufig kommt die Euphorie aus dem geplanten Suizid der einem noch mal Kraft gibt.
Aber es muß einem Klar sein das man keine große Chance hat jemanden zu retten der sich wirklich umbringen will. Das tut er dann eh so das ihn niemand findet.
Claudia
02. Mai 2010 || 18:01
Es ist leider so, dass die bewusste Entscheidung es wirklich zu tun… eine solche Erlösung sein kann, dass man viel gelöster und entspannter ist und wirkt…
Ich glaube nicht, dass man sich da Vorwürfe machen kann, von wegen, dass man nicht genug auf denjenigen geachtet hat. Wer nicht erkannt werden möchte… der wird nicht erkannt. Da kann man sich noch so viel Mühe geben. Wer keine Hilfe möchte, dem kann man auch nicht helfen.
Es mag vielleicht zynisch oder verbittert oder was auch immer klingen. Aber ich bin der Meinung, dass man jemanden der wirklich den tiefsten, innersten Wunsch hat zu sterben – und zwar nicht “gerade eben im Moment” aus Hilflosigkeit… sondern wirklich aus purer Überzeugung (und die brauch Zeit zum Wachsen…) – nicht aufhalten kann. So bemüht wie man auch immer sein mag.
02. Mai 2010 || 20:39
Danke für den Mut, den die junge Frau am Mikro hatte. Dass sie ihre Verzweiflung mit der Gemeindefamilie geteilt hat. Ich bin sicher, dass das den einen oder anderen Menschen wachgerüttelt hat, vielleicht sensibilisiert hat. Suizid ist ein Thema, das buchstäblich totgeschwiegen wird und doch ist es so gegenwärtig.
Und was den Hinterbliebenen bleibt – der Familie, den Verwandten, den Freunden – ist neben der Trauer und dem “Warum nur?” möglicherweise auch der leise Vorwurf an sich selbst. Ein unterschwelliges oder auch dominantes “Hätte ich…” und viele weitere Fragen, deren Antworten für immer auf sich warten lassen.
Lasst uns aufeinander aufpassen und zumindest ein offenes Ohr anbieten.
*Gefährtinnengrüße*
02. Mai 2010 || 21:40
Eine Freundin von mir hat mir erzählt, selbst wenn es ihr noch so dreckig im Leben ging – und sie hatte anscheinend ganz schwarze Zeiten – so hat sie sich doch vorgenommen, sich nie das Leben zu nehmen. Denn sie weiss aus Fällen in ihrem Umfeld, wie so ein Suizid für die Hinterbliebenen ist. Das möchte sie ihren Lieben nicht antun.
02. Mai 2010 || 22:28
wie verzweifelt muss man sein, ein solchen entschluss zu fassen. trotzdem finde ich, dass suizid sehr egoistisch ist. die menschen, die zurückbleiben, sind aufgrund dessen oft verzweifelt …
03. Mai 2010 || 09:15
Das passiert häufig, dass Suizidale plötzlich befreit & glücklich wirken, wenn es für sie kein Zurück mehr gibt, wenn der Entschluss gefasst ist…
& davor… Na ja, Depressionen & so etwas sind noch immer solche Tabuthemen & es wird so sehr erwartet von uns, dass wir funktionieren, & wir wollen ja auch niemandem zur Last fallen… Kein Wunder, dass wir so oft nicht merken, wenn etwas mit jemandem los ist…
03. Mai 2010 || 12:54
Ich hab vor einiger Zeit die Dokumentation “The Secret Life of the Manic Depressive” von Stephen Fry gesehen, in der er auch einen Freund fragte, ob man ihm seine depressiven Phasen angemerkt hätte. Der Freund verneinte.
Und obgleich Stephen Fry als Jugendlicher schon einmal einen Suizidversuch unternommen hatte, war es ihm möglich es noch ein zweites Mal zu versuchen bzw. den Versuch in Angriff zu nehmen.
03. Mai 2010 || 14:33
Ich finde es ziemlich… bescheiden… wenn man sagt, dass Suizid egoistisch ist. Ich glaube niemand der so krank ist… denkt nicht auch an seine Familie. Ich habe es immer getan. Wenn auch eher an meine Wahlfamilie und an meine Haustiere. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem selbst die dich nicht mehr auf dieser Welt halten können.
Abgesehen davon, dass es mir zum Beispiel oft so ging, dass ich mich als Last für diese Personen gefühlt habe. Ich war dann davon überzeugt, dass sie es a) eh nicht merken würden oder b) ohne mich besser dran seien. Das hat in meinen Augen aber nichts mit Egoismus zu tun.
Und die wenigsten… ziehen bewusst andere in den eigentlichen Akt mit hinein. Zumindest könnte ich nie so verzweifelt sein und würde vor einen Zug springen. Der Lokführer täte mir leid. Aber es gibt ja eine Menge anderer Möglichkeiten… in den ganz ganz dunklen Stunden. Und keine davon hat meiner Meinung nach extrem egoistische Motive, abgesehen von dieser absoluten Hilflosigkeit die einen wahnsinnig macht… und ich bezweifel, dass die Leute die das als “egoistisch” bezeichnen damit umgehen könnten, wenn sie an der selben Stelle wären…
03. Mai 2010 || 15:37
@ Tobi
Danke für deinen Kommentar hier auf Rumpelwald!
Wenn ein Mensch stirbt dann fehlt er. Und so wird es auch bei deinem Opi sein für dich und seine Angehörigen. 81 Jahre alt zu werden ist schon ein stolzes Alter. Und ja, wenn jüngere Menschen gehen (müssen) weil es nicht mehr Aushaltbar ist, das Leben… dass hinterlässt Fragen.
Du hast die Beerdigung dann ja noch vor dir. Ich wünsche deinen Angehörigen und dir viel Kraft dafür!
LG dir
@ Als ich deinen Namen las war ich für einen Moment sehr verwundert. Anneke heißt das Mädel die hier oben im Eintrag als A. erwähnt wird.
Genau das waren auch MEINE Gedanken beim Nachfragen, … dass ihr Entschluss schon länger festgestanden haben muss. A. und ich haben mindestens 20 Minuten geredet und ich fragte immer wieder nach WIE sie aussah, gewirkt hat ect…
Ich danke dir!
@ Claudia
Auch dir mein Danke für deinen ersten Kommentar hier auf Rumpelwald!
Ich glaube seit langem nicht mehr daran, dass man jemanden retten kann der es wirklich tun will. Lange wollte ich das anders sehen. Eine Zahl habe ich nicht im Kopf – müsste wirklich mal darüber nachdenken – wie viele Menschen sich seit meiner Schulzeit umgebracht haben, sei es im direkten Umfeld (Freunde) oder sei es im weiterem Umfeld (Freunde/Bekannte von Freunden).
Ich würde dennoch immer versuchen etwas zu tun, und sei es nur Einträge FÜR ein Weiterleben zu schreiben, … was ich ja immer mal wieder tat in all den Jahren. Worte allein können eh nichts bringen. Meine Gedanken und Worte waren immer hilflos und leise.
Aber MEHR machen KANN ich einfach nicht, wenn es um Menschen geht die nicht direkt in meiner Nähe wohnen. BETEN kann ich. Und DAS ist für mich nach wie vor das wichtigste. Wichtiger noch als meine Umarmung und Worte…
LG an dich
@ Svü
Wir sehen das scheinbar beide gleich. Wenn jemand diese Gedanken hat und EBEN NICHT nur mal „gerade eben im Moment“ so empfindet, dann wird man ihn nicht aufhalten können.
(Ich wollte hier noch mehr sagen, aber du hast dort unten noch einmal kommentiert, ich gehe dann da noch mit drauf ein.)
Hier erstmal mein Danke!
@ Juli
Ja, A. war mutig. Ich habe das auch so empfunden, denn sie entscheid sich erst aufzustehen und nach vorne zu gehen als der Godi bereits vorbei war. Und ihre Stimme war ängstlich leise, aber sie MUSSTE es sagen, einfach auch damit andere Beten für die betroffenen Angehörigen/Hinterbliebenen, die jetzt ja irgendwie klar kommen müssen.
Einander aufpassen wird alles sein was wir vorab machen können, Hellsichtiger sein beim Zuhören, bei Andeutungen…
Danke für deinen Kommi!
*Gefährtengrüße zurück*
@ Violine
Ich finde toll was deine Freundin da lebt, … was sie sich vorgenommen hat!
Doch ich glaube wirklich, dass in dem Moment der Entschlossenheit alle Kopf/Herzimpulse ausgeknipst werden.
Aber wenn du sagst, dass sie das bisher so geschafft hat… Ja, es funktionieren ja nicht alle Menschen gleich.
Danke für deinen Kommi!
@ Andrea
Ich habe das auch so gesehen und kann deine Worte SEHR verstehen!
Weißt du, … ich denke, dass man dann, wenn die Welt dir das Atmen entzieht nicht an andere denken kann, … dass es DANN eben nicht mehr gelingt.
Unten möchte ich noch etwas zu @ Svü schreiben, damit ich das genauer erklären kann.
Danke Andrea für deine Offenheit!
@ Ann
Dankesehr!
In meinem langen Leben habe ich das schon oft gehört, dass, WENN Menschen erst einmal diesen Schritt endgültig geplant haben, dass sie dann ruhig werden und eine Ausgeglichenheit ausstrahlen. Genau DAS lässt mich schrecklich ratlos zurück, weil… weil es doch bedeuten würde, dass, WENN es einen besser geht, dass man dann erst recht skeptisch und deprimiert sein müsste, weil man DANN JA mit ALLEM rechnen müsste.
Ich glaube wirklich, dass man nicht in jedem Fall (aber eben doch oft!) merken kann wenn jemand gehen will/muss.
LG dir
@ Wellenschlag
Ich danke dir!
Das klingt sehr sehr interessant. Ich habe Phasen wo ich Dokus zu diesem Thema sehen kann, dann gibt es Zeiten wo ich es um keinen Preis könnte. Dann kann ich auch nichts lesen dazu, oder hören… dann ist in mir so ein Magengefühl der nahezu an Schmerz heranreicht. Ich habe noch nicht herausgefunden woran das liegen könnte…
Lieben Dank dir!
@ Svü
Ich finde das sehr ehrlich wie du deine Meinung hier vertrittst!
Das mit dem „Egoistisch“ kann ich gut verstehen weil ich beide Seiten kenne.
Und ich denke auch, dass wohl die meisten daran denken … an die Angehörigen, Freunde ect. Man sieht das ja oft noch an den Abschiedsbriefen.
Ich habe vor Jahren etwas von einer Freundin gelernt: Sie nannte es Seelenkrebs. Wenn jemand sosehr gehen muss weil alles in ihm drinnen versucht ist und weiterleben eben NICHT mehr geht, dann nützt auch der Gedanken an die Zurückbleibenden nichts mehr.
Will damit sagen: Sie sind FÜR SICH an einem Punkt angelangt wo – scheinbar – NICHTS mehr geht und da schaffen sie es nicht mehr an andere zu denken. Für sie ist es wie das innere eines Tornados aber für die anderen ist es dann egoistisch. Ich kann wirklich beide Seiten verstehen, zumal ich selber insgesamt drei Selbstmordversuche hinter mir habe. Es ist alles lange her und ich bin dankbar LEBEN zu DÜRFEN! Ich bin unglaublich froh dass mein Leben gerettet werden konnte. Damals habe ich auch an die Menschen gedacht die zurückbleiben würden, … habe gedacht, dass es eh keiner merkt wenn ich weg bin/was natürlich völliger Quatsch war, aber es waren eben damals meine Gedanken. Vielleicht kommen diese Gedanken dann auch nur DAMIT man es überhaupt machen kann!
Ich weiß nicht…
Deine Sätze hier kann ich also voll verstehen.
Und ich denke auch, dass es Menschen anders sehen wenn sie selber mal an Selbstmord gedacht haben.
Vor Tagen sagte eine Freundin zu mir, dass sie NIE daran dachte, NIE in die Situation kam.
Das finde ich toll! Ich glaube es ist bei dem einen Menschen sowas wie der letzte Ausweg, beim anderen nie eine Option. So, wie der eine an Lungenkrebs erkrankt obwohl er nie geraucht hat und der Raucher hat bis ins hohe Alter nichts. Es scheint so, als lägen diese Gedanken, der Umgang damit in den Genen des jeweiligen Menschen.
Danke Svü für deinen Kommi!
Ich danke euch allen für euer Meinungen!
03. Mai 2010 || 16:03
Soweit ich weiß, ist es sogar belegt, daß viele Selbstmörder, wenn sie ihren Entschluß erst einmal gefaßt haben, regelrecht aufzuleben scheinen. Weil sie innerlich eine Entscheidung getroffen haben, weil sie ihren persönlichen Kampf damit zuende glauben.
Ich halte Suizid bis auf ganz wenige Ausnahmen (so eine Ausnahme wäre z.B. ein Suizid aufgrund einer unheilbaren und extrem weit/qualvoll fortgeschrittenen Krankheit) für eine Gewalttat – Gewalt gegen sich selbst und andere ….
03. Mai 2010 || 16:05
@ Svü
>>und ich bezweifel, dass die Leute die das als “egoistisch” bezeichnen damit umgehen könnten, wenn sie an der selben Stelle wären…<<
Entschuldige, doch das ist auch nur eine Mutmaßung deinerseits.
Ich WAR an so einer "Stelle" und konnte ANDERS damit umgehen.
Dennoch kenne ich diesen scheinbaren "Point of no return".
Man kann hier nicht verallgemeinern…
LG
03. Mai 2010 || 18:04
Ich habe in meinem Job leider öfters mit Menschen zu tun, die suizidgefährdet sind oder sogar schon versuchten, sich das Leben zu nehmen. Von daher kann ich klar sagen:
Es stimmt: Nein, man sieht es ihnen meistes nicht an. Das, was in dem Menschen wirklich vor sich geht. Viele verfallen oft in Masken-Agieren und glauben, dass es eine Schwäche sei, negative Emotionen wie Trauer, Wut, Angst oder ähnliches zu zeigen.
Nicht wenige haben Sorge, ihr Umfeld damit zu belasten oder als “Weichei” abgestempelt zu werden.Doch dem ist NICHT so! Viel mehr sehe ich eine Stärke darin, sich mit diesen negativen Gefühlen bewusst auseinander zu setzen…doch:
Wer “darf” heutzutage schon offen auf die Frage “Wie geht es Dir?” mit einem “Nicht gut!” antworten…?
Mich lässt es immer wieder erschaudern, wenn ich so etwas lese. Gerade von jemand Verpartnerlichten habe ich immer diese Hoffnungs- Illusion, dass die sich untereinander doch viel besser kennen und einschätzen könnten als z-B. flüchtige Bekannte.
Ich denke neben den Angehörigen auch an die mutige junge Dame, die es in Deiner Gemeinde verkündet hat und hoffe, dass sie auch dort Ansprechpartner findet, die sie in ihrer Trauer, ihrem Schock unterstützen…
04. Mai 2010 || 15:46
@ Sidhe
Ja, das habe ich schon oft gehört.
Bei mir war es damals auch so gewesen, jedenfalls soweit ich mich erinnere. Vielleicht GLAUBE ich aber auch nur, dass es damals so war. Rückblickend verändern sich die Tatsachen.
Ich bin voll dankbar leben zu dürfen. Bin froh, dass ich gerettet wurde und meine Zeit noch nicht kommen sollte…
Ich danke dir!
@ Lady M.
Das stelle ich mir voll schrecklich vor sich immer mal wieder damit beschäftigen zu müssen. Dafür braucht man echt Kraft und die habe ich mittlerweile nicht mehr. Natürlich kommt man nicht immer Drumherum. Aber ich will mich wieder mehr dem Leben zuwenden und nicht schon zu Lebzeiten sterben. Klingt doof, aber ich habe mich über meine Blogs oft so belastet gefühlt dass ich am Ende nicht mehr konnte. Inzwischen darf ich „ganz harte Fälle“ an eine befreundete Therapeutin weitergeben weil ich eben nicht diese Ausbildung habe um helfen zu können.
Du musst echt stark sein wenn du das kannst!
Habe wirklich großen Respekt davor.
Und ja, das mit diesem „Wie geht es dir?“… leider wollen die wenigsten eine ehrliche Antwort haben. Von daher bin ich echt froh meine WIRKLICHEN Freunde an einer Hand abzählen zu können. Die meinen die Fragen ernst und fragen nach bevor sie Verurteilen.
Alles andere ist widerlich und regt mich nur auf. Bei Bekannten antworte ich immer schon mit „Gut“ um ihnen keinen Stress zu machen.
Danke auch dir für den wertvollen Kommi
04. Mai 2010 || 22:08
*seufz*
zu viele worte hab ich. aber egal wie ich sie runterschreibe, sie passen nicht zusammen
05. Mai 2010 || 09:16
@ annajuliana
Ich danke dir!
Damit hast du doch schon ALLES gesagt!